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Flachdach

Flachdächer sind laut deutscher Bauordnung Dächer mit einer Dachneigung von 0 bis zu 10 Grad. Sie sind sowohl bei Gewerbe- als auch bei Wohnbauten vorzufinden. Den Schutz vor eindringendem Wasser übernimmt beim geneigten Dach die Dachdeckung, beim Flachdach die Dachabdichtung. Flachdächer werden als Warmdach (nicht belüftetes Dach) oder als Kaltdach (belüftetes Dach) ausgeführt.

Vorteile von Flachdächern mit Abdichtung:

  • Geringes Eigengewicht der Dachhaut
  • Erweiterte Nutzungsmöglichkeit (z.B. Dachterrassen, begrünte Flächen, Parkdecks, Aufstellung und leichte Zugänglichkeit für technische Aggregate)

Bei Flachdächern im Geschossbau ist die oberste raumabschließende Geschossdecke im Normalfall Bestandteil der Dachkonstruktion. Es handelt sich dabei um Stahlbetonmassivplatten, Profilbleche, Stahlbetontragwerke oder Holzdachkonstruktionen. Dachtragwerk und Dachaufbau bedingen sich gegenseitig und müssen bei der Planung als Einheit betrachtet werden.

Flachdächer müssen an mehreren Stellen entwässert werden. Oft umfasst eine Attika die Flachdachfläche. Typische Materialien zur Abdichtung von Flachdächern sind Bitumen-Schweißbahn und Kunststoffdach- und Dichtungsbahnen. Außer den genannten Materialien sind auch Abdichtungen mit Flüssigbeschichtungen möglich.